Wissen & Transparenz

Häufige Fragen

Alles, was du über artgerechte Ernährung, BARF, Terraristik und Aquaristik wissen musst — kompakt und ehrlich beantwortet.

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BARF für Hunde — Einsteiger-Fragen

Der Umstieg auf Rohfütterung wirft am Anfang die meisten Fragen auf — hier die wichtigsten Antworten.

BARF steht für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter" und basiert auf rohem Fleisch, Innereien, Knochen und Gemüse statt industriell verarbeiteter Zusätze. Als Einsteiger startest du am besten mit einem einzigen Fleisch (z. B. Huhn oder Pute) und einem kleinen Gemüseanteil, bevor du die Ration schrittweise erweiterst. Ein individueller Fütterungsplan von einem Ernährungsberater oder spezialisierten Tierarzt nimmt dir dabei die Unsicherheit.
Wechsle nicht von heute auf morgen, sondern über 2–3 Wochen. Beginne mit leicht verdaulichem Muskelfleisch ohne Knochen, führe dann nach und nach Innereien, Knochenanteile und Gemüse ein. Beobachte dabei Kot und Allgemeinbefinden deines Hundes — so erkennst du früh, ob eine Zutat nicht vertragen wird.
Neben hochwertigem Frostfleisch brauchst du ausreichend Gefrierkapazität, eine Küchenwaage für die Portionierung und Grundzusätze wie Seealgenmehl oder Omega-3-Öle. Ein fertig bilanziertes Komplettmenü ist der einfachste Einstieg, wenn dir die Zusammenstellung am Anfang zu komplex erscheint.

Getreidefreies Katzenfutter

Katzen sind obligate Karnivoren — hier erfährst du, worauf es bei der Auswahl ankommt.

Katzen sind reine Fleischfresser und ihr Stoffwechsel ist nicht auf die Verwertung von Kohlenhydraten ausgelegt. Getreide dient meist nur als billiger Füllstoff und kann Verdauung sowie Nierenfunktion auf Dauer unnötig belasten. Getreidefreies Futter mit hohem Fleischanteil entspricht dem natürlichen Beuteschema deutlich besser.
Achte auf eine genaue Deklaration des Fleischanteils (z. B. „70 % Muskelfleisch vom Huhn" statt vager „tierischer Nebenerzeugnisse") und einen ausreichenden Taurin-Gehalt. Auch getreidefreie Produkte können versteckten Zucker oder minderwertige pflanzliche Füllstoffe enthalten — ein Blick auf die vollständige Zutatenliste lohnt sich immer.
Nicht zwangsläufig, aber hochwertiges Fleisch aus kontrollierter Herkunft hat seinen Preis. Entscheidend ist nicht die Preisklasse, sondern die Zusammensetzung: hoher Fleischanteil, keine Zuckerzusätze und eine transparente Deklaration sind bessere Indikatoren für Qualität als der Preis allein.

Schildkröten richtig ernähren

Panzer- und Knochenwachstum stehen und fallen mit der richtigen Fütterung.

Die artgerechte Ernährung hängt stark von der Art ab: Landschildkröten sind meist reine Pflanzenfresser, Wasserschildkröten brauchen zusätzlich tierisches Eiweiß. Wichtig ist in jedem Fall ein hoher Rohfaseranteil und die richtige Balance aus Kalzium und Phosphor, um Panzerdeformationen vorzubeugen.
Wildkräuter wie Löwenzahn, Wegerich und Klee stehen ganz oben auf dem natürlichen Speiseplan, ergänzt durch kalziumreiches Blattgemüse. Obst sollte nur in kleinen Mengen als Ausnahme gefüttert werden, da der hohe Zuckergehalt Verdauungsprobleme begünstigen kann.
Kalzium ist die Basis für gesundes Panzer- und Knochenwachstum. Ein Mangel führt zu weichen, deformierten Panzern und kann langfristig die Beweglichkeit einschränken. Kalziumpräparate in Kombination mit ausreichend UV-B-Licht sorgen dafür, dass das Mineral auch tatsächlich verwertet wird.

Reptilien & Terrarium einrichten

Technik und Lebensraum entscheiden über Wohlbefinden und Aktivität deiner Tiere.

Ein Gecko-Terrarium braucht ausreichend Versteckmöglichkeiten, Klettermöglichkeiten je nach Art sowie ein stabiles Temperatur- und Feuchtigkeitsgefälle zwischen Warm- und Kühlzone. Bodengrund, Beleuchtung und Bepflanzung sollten sich am natürlichen Lebensraum der jeweiligen Geckoart orientieren.
Informiere dich vor der Anschaffung genau über die Bedürfnisse der jeweiligen Art — Terrariengröße, Temperaturbereich und Ernährung unterscheiden sich stark. Ein zusätzliches, analoges Thermometer und Hygrometer zur Kontrolle der Technik ist gerade am Anfang Gold wert.
Ein präzises, digitales Thermostat mit Tag-Nacht-Absenkung eliminiert Temperaturschwankungen, die im begrenzten Raum eines Terrariums schnell zu Stress führen können. Wichtig ist, den Fühler nah am gewünschten Messpunkt zu platzieren und die Werte regelmäßig mit einem unabhängigen Thermometer zu prüfen.

BARF vs. Fertigfutter für Hunde

Beide Wege können funktionieren — hier die wichtigsten Unterschiede.

Beides kann bei richtiger Rezeptur eine vollwertige Ernährung sein. BARF bietet volle Transparenz und individuelle Anpassung, erfordert aber mehr Zeit, Wissen und Gefrierkapazität. Hochwertiges Trockenfutter ist praktischer im Alltag, lässt dir aber weniger Kontrolle über die einzelnen Bestandteile.
Vergleiche nicht nur den Preis pro Kilo, sondern den tatsächlichen Fleischanteil, das Fehlen von Füllstoffen und die Nährstoffdichte. Ein seriöser Vergleich berücksichtigt außerdem, wie gut dein Hund das jeweilige Futter individuell verträgt — das zeigt sich meist an Fell, Kotqualität und Energielevel.
Grundsätzlich ja, solange du beide Fütterungsarten nicht in derselben Mahlzeit mischst, da sich die Verdauungsgeschwindigkeiten unterscheiden. Viele Halter füttern z. B. morgens BARF und abends Trockenfutter — wichtig ist, die Gesamtration im Blick zu behalten, damit dein Hund nicht überversorgt wird.

Omega-3 für Hunde & Katzen

Fettsäuren für Fell, Gelenke und Immunsystem — richtig dosiert.

Lachsöl liefert hochkonzentrierte Omega-3-Fettsäuren, die Fell und Haut von innen zum Strahlen bringen und Entzündungsprozesse im Körper reduzieren können. Gerade bei Katzen mit stumpfem Fell oder trockener Haut zeigt sich der Effekt oft schon nach wenigen Wochen regelmäßiger Gabe.
Als grobe Orientierung gelten rund 20–30 mg EPA/DHA pro Kilogramm Körpergewicht täglich, abhängig von Aktivitätslevel und Gesundheitszustand. Da BARF-Rationen von Natur aus wenig Omega-3 enthalten, ist eine gezielte Ergänzung über Fischöl meist sinnvoll — am besten in Rücksprache mit deinem Tierarzt dosiert.
Wildlachsöl stammt von frei lebenden statt gezüchteten Fischen und weist in der Regel eine höhere und natürlichere Omega-3-Konzentration auf, ohne Rückstände aus intensiver Aquakultur. Kaltgepresste Verfahren erhalten zusätzlich mehr der hitzeempfindlichen Fettsäuren als industriell raffinierte Öle.

Heilkräuter als Futterzusatz

Kleine Mengen, große Wirkung — wenn sie richtig dosiert werden.

Brennnessel, Löwenzahn und Fenchel gehören zu den bekanntesten Kräutern zur Unterstützung von Verdauung und Darmflora. Sie werden meist getrocknet und in kleinen Mengen unter das Futter gemischt — wichtig ist eine schrittweise Einführung, damit sich der Darm langsam daran gewöhnen kann.
Als Faustregel gilt bei Hunden etwa 1 g Spirulina-Pulver pro 10 kg Körpergewicht täglich, bei Katzen entsprechend weniger. Spirulina ist reich an Proteinen und Antioxidantien, sollte aber wegen des hohen Jodgehalts nicht dauerhaft überdosiert werden.
Ja, getrocknete Brennnessel gilt als gut verträglich und wird traditionell zur Unterstützung von Nieren und Stoffwechsel eingesetzt. Wie bei allen Kräutern gilt: in Maßen füttern und bei Vorerkrankungen (z. B. Nierenproblemen) vorher mit dem Tierarzt absprechen.

Aquarium einrichten — Nano bis Großbecken

Von der ersten Einrichtung bis zur passenden Fütterung.

Auch kleine Becken ab ca. 20–30 Litern brauchen einen leistungsfähigen Filter, eine passende Heizung, Bodengrund und ausreichend Pflanzen zur biologischen Wasseraufbereitung. Wichtig ist außerdem eine Einlaufphase von mehreren Wochen, bevor die ersten Fische einziehen.
Meerwasserbecken profitieren meist von einem Eiweißabschäumer in Kombination mit biologischer Filterung über lebende Steine oder ein Riffbecken-System. Die Filterleistung sollte großzügig auf das Beckenvolumen abgestimmt sein, da Meerwasser empfindlicher auf Schwankungen reagiert als Süßwasser.
Ja, unterschiedliche Zierfischarten haben unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse — Bodenfische brauchen sinkendes Futter, Oberflächenfische eher schwimmendes. Spezialfutter mit abgestimmtem Protein- und Farbstoffanteil unterstützt zusätzlich Vitalität und Farbintensität der Fische.

BARF-Zutaten richtig kombinieren

Das richtige Verhältnis macht aus Rohfleisch eine vollwertige Mahlzeit.

Eine ausgewogene Ration besteht aus ca. 70–80 % Muskelfleisch und Innereien sowie 20–30 % Gemüse, Obst und Zusätzen wie Ölen oder Seealgenmehl. Innereien wie Leber sollten dabei nur einen kleinen Anteil ausmachen, da sie sehr nährstoffreich sind und leicht zu Überversorgung führen können.
Monoprotein bedeutet, dass eine Ration nur eine einzige Fleischsorte enthält, z. B. ausschließlich Rind oder ausschließlich Huhn. Das ist besonders bei Allergien oder Unverträglichkeiten hilfreich, weil du im Rahmen einer Ausschlussdiät genau nachvollziehen kannst, auf welches Protein dein Tier reagiert.
Für die meisten ausgewachsenen Hunde hat sich ein Verhältnis von etwa 80 % tierischen zu 20 % pflanzlichen Bestandteilen bewährt. Aktive oder wachsende Tiere brauchen tendenziell mehr tierisches Eiweiß, während übergewichtige oder ältere Hunde von einem etwas höheren Gemüseanteil profitieren können.

Über den Pfotenfreunde-Shop

Transparenz zu Herkunft, Qualität und Lieferung — damit du uns vertrauen kannst.

Wir beziehen ausschließlich von zugelassenen EU-Schlachtbetrieben mit lückenlosem Herkunftsnachweis, den größten Teil davon aus Deutschland und Österreich. Massenware oder Tiermehl kommen bei uns nicht zum Einsatz — jede Charge ist bis zur Quelle zurückverfolgbar.
Unsere Komplettmenüs werden in Zusammenarbeit mit spezialisierten Tierärzten und Ernährungsberatern rezeptiert und regelmäßig überprüft. So stellen wir sicher, dass sie auch ohne eigene Zusammenstellung eine vollständig bilanzierte Mahlzeit ergeben.
Kühlware verschicken wir in speziellen Isolierboxen mit Kühlakkus, die bis zu 48 Stunden temperaturstabil bleiben. Die Lieferung erfolgt innerhalb von 1–2 Werktagen nach Zahlungseingang — ab einem Bestellwert von 49 € versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.

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